(Youtube)

KI-generierte Videos gehören inzwischen zum Alltag sämtlicher einschlägiger Plattform. Ob Tik-Tok, Youtube oder Instagram, sie sind omnipräsent. Meist handelt es sich um plumpe Fälschungen oder Manipulationen, die sehr einfach erkannt werden können. Eine viel zu grosse Katze etwa, ein Jumbo-Jet, der unter der Golden-Gate-Brücke durchfliegt, oder Kühe, die sich menschähnlich verhalten, sind lustig und harmlos. Anders verhält es sich bei sogenannten Deep fakes, die darauf abzielen, Menschen in ihren politischen Einstellungen zu beeinflussen, die demokratische Ordnung zu destabilisieren oder gar durch eine gezielte Emotionalisierung der Zuschauer Gewalt zu befördern.

Ein Beispiel ist das millionenfach geteilte Video von Jimm Falon, einem der bekanntesten Moderatoren von CNN. Er berichtet in gewohnt sachlicher Weise von einem russischen Atomwaffen-Angriff auf Berlin, den es gar nicht gegeben hat. Es ist eine derart gut gemachte Fälschung von Stimme, Mimik und Lippenbewegung, die selbst für Experten nicht mehr einfach zu erkennen ist. Wie also lassen sich solche Deep fakes für Laien erkennen?

Wir geben einige wenige Tipps und Verhaltensweisen.

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Wie Jugendliche für Medien gewonnen werden können

Junge Zielgruppen konsumieren Medien anders als ältere Menschen. Was heisst das aber für Verlags- und Medienhäuser? Wie sollen Journalist:innen Formate entwickeln, die „funktionieren“? Das Programm CCYA unserer deutschen Schwesterorganisation hat genau das zum Inhalt. Ein Jahr nach der Lancierung ziehen die Kolleg:innen eine erste Bilanz.

02.06.2026, UseTheNews

KI-Inhalte: 94 Prozent befürworten eine Kennzeichnungspflicht

Eine deutliche Mehrheit von 69 Prozent der Schweizer Bevölkerung findet es schlecht, dass Medieninhalte auf Basis des Nutzungsverhaltens personalisiert werden. Auch KI-Inhalte kommen nicht gut an: Nur ein Viertel ist der Meinung, dass KI-generierte Inhalte Social Media attraktiver gemacht haben, beinahe alle sind für eine Kennzeichnungspflicht und 87 Prozent erwarten durch KI eine Zunahme der Cyberbetrugsfälle. Zudem möchte gut die Hälfte der Befragten gerne weniger Zeit an ihren privaten digitalen Geräten verbringen, bei den Erwachsenen unter 36 Jahren sind es gar zwei Drittel – dies zeigt der zweite AXA Cybersorgenmonitor.

06.05.2026, Medienmitteilung

Wie viel ist Journalismus wert?

Junge Menschen lesen kaum noch Zeitungen. Dieser Satz beschäftigt Zeitungsverlage auf der ganzen Welt. Die Zahlungsbereitschaft für journalistische Online-Inhalte ist tief: In der Schweiz liegt sie mit 17 Prozent zwar leicht über dem europäischen Durchschnitt, stagniert aber seit Jahren. Abonnements bleiben ein wichtiger Bestandteil für Finanzierungsmodelle der Medien – doch die Frage drängt sich auf: Wird die Gen Z überhaupt noch für Journalismus bezahlen?

13.01.2026, Andrina Schmid

Suchmaschinen im Wandel: Die neue Rolle von KI als Informationsvermittlerin

«Was hilft bei Erkältung?», «Erster Präsident Amerikas», «Open-Air Gampel 2026 Line-up». So oder ähnlich sah eine typische Google-Suche lange aus. Bis vor Kurzem lieferte die Suchmaschine dazu eine Liste von Links. Jetzt erscheint ganz oben die neue Funktion «Übersicht mit KI». Sie generiert einen kurzen, aus mehreren Quellen zusammengestellten Text, der die Anfrage direkt beantwortet. Damit verändert sich grundlegend, wie wir Antworten erhalten und wie wir Wissen im Netz abrufen.

08.12.2025, Andrina Schmid

News-Deprivation: Warum fehlende Information die Demokratie gefährdet

Immer mehr Menschen in der Schweiz meiden Nachrichten oder konsumieren sie kaum noch. Diese sogenannte News-Deprivation schwächt das Wissen über politische Prozesse und gefährdet die demokratische Teilhabe. Fast die Hälfte der Schweizer Bevölkerung (46,4%) zählt zur Gruppe der News-Deprivierten. Das zeigt das Jahrbuch Qualität der Medien 2025. Im Kurzinterview erklärt Linards Udris, stellvertretender Forschungsleiter des Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög), die Hintergründe des Trends – und was ihm dennoch Hoffnung macht.

29.10.2025, Andrina L. Schmid

Online, aber nicht dabei: Die digitale Kluft

In der SBB-App kurz ein Ticket kaufen, im Zug dann noch kurz eine Rechnung per E-Banking bezahlen und parallel noch die Schlagzeilen in der News-App lesen. Der Alltag von vielen Menschen findet zu grossen Teilen auch digital statt. Der technische Fortschritt macht’s möglich. Digitalisierung macht das Leben einfacher – nur nicht für alle.

01.10.2025, UseTheNews

Fakes News, Desinformation und Falschinformation: Alles das gleiche?

Spätestens seit der Corona-Pandemie ist der Begriff Fake News im Alltag angekommen. Schon zuvor, bei den US-Präsidentschaftswahlen 2016, wurde er weltweit bekannt. Damals kursierten zahlreiche falsche Meldungen, die angeblich den Wahlausgang beeinflussten. Doch so geläufig der Ausdruck auch ist: Die genaue Bedeutung ist weniger klar definiert, als es scheint.

10.09.2025, UseTheNews