Newsroom von 20 Minuten in Zürich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Das Jahrbuch zur Qualität der Medien in der Schweiz des Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich (fög) für 2024 hat auch die Akzeptanz von Künstlicher Intelligenz (KI) bei Medienkonsumenten untersucht. Dabei zeigt sich laut den Forschern eine anhaltende Skepsis gegenüber dem Einsatz von KI im Journalismus. Fast drei Viertel der Befragten schätzen die Risiken von KI im Journalismus als hoch ein, wobei vor allem negative Auswirkungen auf die Medienqualität und eine Zunahme von Falschnachrichten befürchtet werden. Dabei werden unterstützende KI-Anwendungen – Übersetzungen, Datenanalysen oder Recherchen – gutgeheissen. Je mehr KI aber direkt in den journalistischen Output eingreift, wie z. B. in die Text- oder Bildproduktion, desto grösser ist die Skepsis.

Eine Mehrheit wünscht sich daher auch eine grössere Transparenz, wie und wo KI in einem Medium zum Einsatz kommt, und dass die Redaktionen für KI-generierte Beiträge die volle Verantwortung übernehmen. Und obwohl viele Medien- und Verlagshäuser inzwischen interne Richtlinien zum Einsatz von KI erlassen haben, findet eine Mehrheit, dass der Umgang mit KI nicht genügend verantwortungsvoll ist.

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Wie Jugendliche für Medien gewonnen werden können

Junge Zielgruppen konsumieren Medien anders als ältere Menschen. Was heisst das aber für Verlags- und Medienhäuser? Wie sollen Journalist:innen Formate entwickeln, die „funktionieren“? Das Programm CCYA unserer deutschen Schwesterorganisation hat genau das zum Inhalt. Ein Jahr nach der Lancierung ziehen die Kolleg:innen eine erste Bilanz.

02.06.2026, UseTheNews

KI-Inhalte: 94 Prozent befürworten eine Kennzeichnungspflicht

Eine deutliche Mehrheit von 69 Prozent der Schweizer Bevölkerung findet es schlecht, dass Medieninhalte auf Basis des Nutzungsverhaltens personalisiert werden. Auch KI-Inhalte kommen nicht gut an: Nur ein Viertel ist der Meinung, dass KI-generierte Inhalte Social Media attraktiver gemacht haben, beinahe alle sind für eine Kennzeichnungspflicht und 87 Prozent erwarten durch KI eine Zunahme der Cyberbetrugsfälle. Zudem möchte gut die Hälfte der Befragten gerne weniger Zeit an ihren privaten digitalen Geräten verbringen, bei den Erwachsenen unter 36 Jahren sind es gar zwei Drittel – dies zeigt der zweite AXA Cybersorgenmonitor.

06.05.2026, Medienmitteilung

Nur noch 1% der Welt lebt in «guter» Pressefreiheit

Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat am 30. April 2026 die jährliche Rangliste der Pressefreiheit veröffentlicht. Die interaktive Karte, die jeweils mit veröffentlicht wird, färbt sich zunehmend orange und rot und zeigt damit auf: Die Pressefreiheit hat sich im Vergleich zum letzten Jahr weiter verschlechtert. Nur noch ein Prozent der Weltbevölkerung lebt in einer Gegend, in der die Lage als gut eingestuft wird. Die Rangliste macht Trends erkennbar, doch für vollständiges Verständnis braucht es ebenfalls einen differenzierteren Blick auf die Messmethode selbst.

04.05.2026, Andrina Schmid

Die Nachrichtenkompetenz-Tagung 2026 in 90 Sekunden

Wir haben die wichtigsten Aussagen und Szenen in 90 Sekunden als Videoformat zusammengestellt.

11.04.2026, UseTheNews

«Wir haben nicht ein KI-Problem, sondern ein Hirn-Problem»

Desinformation, Fake News und KI-generierte Inhalte prägen den Alltag von Lehrpersonen und Jugendlichen. Die dritte Nationale Nachrichtenkompetenz-Tagung des Vereins UseTheNews widmete sich diesen Fragen. Das Fazit: Schulen sehen Chancen, kämpfen aber auch mit Unsicherheit und Überforderung. Von der Politik wird gefordert, mehr Verantwortung zu übernehmen.

23.03.2026, UseTheNews

Wie viel ist Journalismus wert?

Junge Menschen lesen kaum noch Zeitungen. Dieser Satz beschäftigt Zeitungsverlage auf der ganzen Welt. Die Zahlungsbereitschaft für journalistische Online-Inhalte ist tief: In der Schweiz liegt sie mit 17 Prozent zwar leicht über dem europäischen Durchschnitt, stagniert aber seit Jahren. Abonnements bleiben ein wichtiger Bestandteil für Finanzierungsmodelle der Medien – doch die Frage drängt sich auf: Wird die Gen Z überhaupt noch für Journalismus bezahlen?

13.01.2026, Andrina Schmid

Suchmaschinen im Wandel: Die neue Rolle von KI als Informationsvermittlerin

«Was hilft bei Erkältung?», «Erster Präsident Amerikas», «Open-Air Gampel 2026 Line-up». So oder ähnlich sah eine typische Google-Suche lange aus. Bis vor Kurzem lieferte die Suchmaschine dazu eine Liste von Links. Jetzt erscheint ganz oben die neue Funktion «Übersicht mit KI». Sie generiert einen kurzen, aus mehreren Quellen zusammengestellten Text, der die Anfrage direkt beantwortet. Damit verändert sich grundlegend, wie wir Antworten erhalten und wie wir Wissen im Netz abrufen.

08.12.2025, Andrina Schmid