

Die Nachrichtenkompetenz-Tagung 2026 in 90 Sekunden
Wir haben die wichtigsten Aussagen und Szenen in 90 Sekunden als Videoformat zusammengestellt.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina (Halle/D) hat dieser Tage ihr Diskussionspapier „Soziale Medien und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“ veröffentlicht. Dieses hat in unserem nördlichen Nachbarland einigen Wirbel ausgelöst, zumal die Diskussion über die Einschränkung oder das Verbot von Screens in Schulen und von Sozialen Medien für gewisse Altersgruppen in Deutschland schon sehr viel intensiver als hierzulande geführt wird.
Auch wenn die Studie die deutschen Verhältnisse untersucht, sind die von den Autoren gezogenen Schlüsse auch für die Schweiz interessant. Zwar attestieren die Forscher:innen, dass die Nutzung sozialer Medien durchaus positive Effekte für Heranwachsende haben. Bei intensiver Nutzung könnten jedoch negative Auswirkungen auf das psychische, emotionale und soziale Wohlbefinden auftreten, wie Depressions- und Angstsymptome, Aufmerksamkeits- oder Schlafprobleme, schreiben sie. Sie halten auch fest, dass viele Jugendliche ein riskantes, manche sogar ein suchtartiges Nutzungsverhalten zeigten.
Die von der Autoren gemachten Empfehlungen werden auch hierzulande kontrovers beurteilt – z.B. die altersabhängige Zugangs- und Funktionsbeschränkung. Eine Massnahme aber können wir vorbehaltslos unterstützen: Die Vermittlung von Medienkompetenzen, etwa Methoden zur Identifizierung von Falschnachrichten und vertrauenswürdigen Quellen, der Einsatz und die Wirkung von KI, und die Vermittlung eines kritischen Bewusstseins zum eigenen Mediennutzungsverhalten.


Wir haben die wichtigsten Aussagen und Szenen in 90 Sekunden als Videoformat zusammengestellt.


Wir alle kennen den Erste-Hilfe-Kurs. Er ist für den Erwerb des Fahrausweises in der Schweiz obligatorisch. „Digital fahren“ dürfen und können wir aber ohne Ausbildung. Dem wollen wir gegensteuern mit dem „Erste-Hilfe-Kurs für die Nachrichtenkompetenz. Er richtet sich an junge Erwachsene an der Schwelle zur politischen Mündigkeit. Und er ist nicht nur kostenlos, sondern auch fakultativ.


«Was hilft bei Erkältung?», «Erster Präsident Amerikas», «Open-Air Gampel 2026 Line-up». So oder ähnlich sah eine typische Google-Suche lange aus. Bis vor Kurzem lieferte die Suchmaschine dazu eine Liste von Links. Jetzt erscheint ganz oben die neue Funktion «Übersicht mit KI». Sie generiert einen kurzen, aus mehreren Quellen zusammengestellten Text, der die Anfrage direkt beantwortet. Damit verändert sich grundlegend, wie wir Antworten erhalten und wie wir Wissen im Netz abrufen.


Immer mehr Menschen in der Schweiz meiden Nachrichten oder konsumieren sie kaum noch. Diese sogenannte News-Deprivation schwächt das Wissen über politische Prozesse und gefährdet die demokratische Teilhabe. Fast die Hälfte der Schweizer Bevölkerung (46,4%) zählt zur Gruppe der News-Deprivierten. Das zeigt das Jahrbuch Qualität der Medien 2025. Im Kurzinterview erklärt Linards Udris, stellvertretender Forschungsleiter des Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög), die Hintergründe des Trends – und was ihm dennoch Hoffnung macht.


Spätestens seit der Corona-Pandemie ist der Begriff Fake News im Alltag angekommen. Schon zuvor, bei den US-Präsidentschaftswahlen 2016, wurde er weltweit bekannt. Damals kursierten zahlreiche falsche Meldungen, die angeblich den Wahlausgang beeinflussten. Doch so geläufig der Ausdruck auch ist: Die genaue Bedeutung ist weniger klar definiert, als es scheint.


Im Gegensatz zu Ärzten und Anwältinnen braucht es kein Diplom oder eine offizielle Prüfung, um sich Journalist:in nennen zu können. Das ist legal für jeden, bringt aber einige Probleme und Herausforderungen mit sich.


Die Diskussion um ein Handyverbot an Schulen wird lauter in der Schweiz. Zwischen strikten Regeln, pädagogischen Freiheiten und europäischen Vorbildern wird nach Antworten gesucht. Ein Überblick.